Interview mit Ex-Banker Tobias Schubert

Unlängst hat die Commerzbank bekannt gegeben, welche 340 der aktuell 790 Filialen in Deutschland bis Ende 2022 schließen werden. Tobias Schubert, welcher bis zu seinem Wechsel zum Finanzcoaching am Nordpark im Frühjahr 2021 in der Privatkundenberatung der Commerzbank tätig war, erzählt mehr über seine Erfahrungen im Bankgeschäft.

Tobias, zu Beginn dieses Jahres war bereits deutlich, dass die Commerzbank hunderte Filialen schließen wird. Die Bekanntgabe dieser Schließungen muss ein Schock für Dich und Deine Kollegen gewesen sein. Wie haben Kunden auf diese Neuigkeiten reagiert?

Bereits im Vorfeld hatte es immer wieder Spekulationen und Gerüchte über einen möglichen Stellenabbau inkl. Filialschließungen gegeben. Das vor kurzem angekündigte Ausmaß übertrifft jedoch bei weitem die Befürchtungen aller und führt sowohl bei Mitarbeitern als auch Kunden zu Verunsicherung. Gerade beim Großteil der Kunden, die eine individuelle und ortsnahe Beratung wünschen, stellt sich die Frage, wie es in Zukunft weitergehen soll. Plausible Antworten sind für mich aktuell nicht erkennbar.

In einem aktuellen Statement erläutert Bereichsvorstand Christian Hasselt, dass die Schließungen unter anderem mit der abnehmenden Nachfrage der Kunden zusammenhängen. Wie hast Du den Trend Richtung Online Banking während Deiner Zeit bei der Commerzbank erfahren? Welchen Stellenwert schreibst Du persönlicher Beratung zu?

Das Online Banking ist aus meiner Sicht in der heutigen Zeit und auch in Zukunft nicht mehr wegzudenken. Mit seinen vielfältigen Möglichkeiten erleichtert es den Alltag enorm und bietet darüber hinaus neben Transparenz noch eine Vielzahl an Informationsmöglichkeiten.

Jedoch konnte ich feststellen, dass die meisten Menschen, egal welcher Altersklassen, immer dann, wenn finanzielle Entscheidungen getroffen werden müssen, den Wunsch nach einer persönlichen Beratung haben. In meinen Augen benötige ich für einen langfristigen finanziellen Erfolgen beides, effiziente Abwicklung durch das Online Banking und kompetente Beratung und Begleitung durch einen Finanzcoach.

Bisher verneint die Commerzbank betriebsbedingte Kündigungen. Mit der Schließung von fast 50% aller Filialen und dem im Januar bereits angekündigten Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen, scheint die Entlassung zahlreicher Mitarbeiter jedoch unvermeidlich. Die Commerzbank spricht nun über ein Abfindungsprogram. Dieses soll Mitarbeiter dazu bewegen, die Bank aus freier Entscheidung zu verlassen. Was ist Deine Meinung über diese Vorgehensweise der Commerzbank?

Jeder Stellenabbau, egal in welcher Branche, ist für die Betroffenen immer schmerzhaft. Neben den wirtschaftlichen Problemen stellt sich jeder die Frage, wie es für ihn persönlich weitergehen kann. Nicht wenige der Betroffenen haben Verantwortung für Familie und Kinder. Hier kann ein Abfindungsprogramm natürlich kurzfristig für Entlastung sorgen. Trotzdem stellen sich die Meisten die Frage, wie es in Zukunft weitergehen kann, denn nicht jeder hat gute Chancen auf dem klassischen Arbeitsmarkt erneut Fuß zu fassen.

In einem früheren Blogpost hast Du bereits erzählt, dass Dein Vater und Finanzcoach Martin Schubert, eine wichtige Rolle in Deiner beruflichen Neuorientierung gespielt hat. Zurückblickend auf Deine Zeit bei der Commerzbank, war die `Deutsche Vermögensberatung´ bereits ein Thema zwischen Dir und Deinen Kollegen? Welche Fragen/Zweifel standen damals im Raum?

Während meiner Zeit bei der Commerzbank haben wir uns immer wieder gefragt, wie sicher unsere Arbeitsplätze sind und wie die Zukunft wohl aussehen kann. Durch den intensiven Kontakt mit meinem Vater war mir frühzeitig bewusst, welche Möglichkeiten und Chancen die Deutsche Vermögensberatung bietet. Trotzdem wollte ich meinen eigenen Weg bei der Commerzbank gehen. Auf Grund von drohendem Stellenabbau, Filialschließungen und der daraus resultierenden Perspektivlosigkeit habe ich mich nach langer und intensiver Überlegung doch dazu entschieden die Commerzbank zu verlassen und meinen persönlichen Plan B umzusetzen.

Tobias, Du bist nun bereits einige Monate in Vollzeit tätig als Finanzcoach beim Finanzcoaching am Nordpark. Wie erfährst Du die Unternehmensstruktur vom Finanzcoaching am Nordpark und die der Deutschen Vermögensberatung? Konnten eventuell vorhandene Zweifel beseitigt werden und was schätzt Du besonders an Deiner neuen Position?

Zu Beginn meiner Tätigkeit habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie mir der Aufbau eines eigenen Kundenstamms gelingen kann. Heute weiß ich, dass viele Menschen, auch in jungen Jahren, die individuelle Beratung und Betreuung und somit die Philosophie der Deutschen Vermögensberatung sehr schätzen.

Anders als mir bisher bekannt erlebe ich hier täglich eine enorme Wertschätzung und Gemeinschaft, die es mir ermöglicht mit Spaß und Leidenschaft meine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Gerade in der Startphase habe ich extrem von den Erfahrungen unseres Teams vom Finanzcoaching am Nordpark profitiert. Zu jedem fachlichen, als auch emotionalen Thema gibt es hier Experten, die immer gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zum Abschluss eine letzte Frage. Mit Deinem heutigen Kenntnisstand hinsichtlich der Arbeit als Finanzcoach beim Finanzcoaching am Nordpark, welchen Ratschlag würdest Du Deinen ehemaligen Kollegen bei der Commerzbank mit auf den Weg geben?

Auch wenn man heute glaubt einen sicheren Arbeitsplatz zu haben, können Veränderungen sehr schnell auf einen zukommen. Deshalb ist es aus meiner Sicht für jeden, nicht nur bei der Commerzbank, zwingend erforderlich sich frühzeitig Gedanken über seine beruflichen Alternativen zu machen. Seinen Plan B zu entwickeln. Gerade die Transparenz, die für alle gleichen Verdienst- und Karrieremöglichkeiten und die entgegengebrachte Wertschätzung waren schlussendlich die ausschlaggebenden Faktoren für meine Entscheidung. Auf Grund der vielen weiteren Vorteile und Möglichkeiten die dieses Unternehmen bietet, kann ich jedem empfehlen, sich die Deutsche Vermögensberatung, sowie das Finanzcoaching am Nordpark, einmal genauer anzuschauen.